vorsichtichboomenoch

Vorsicht, ich boome noch!

Im Moment ist das mit dem Blogboomen noch ganz schön mühsam. Immerhin habe ich jetzt nach viel try&error, vor allem error, auch ein Forum installiert, man kann sich also „schon“ ein bißchen austauschen, wenn man mag.

Ansonsten fühlt sich das Rentnerdasein bislang noch an wie ganz normale Ferien.

Das war ja schon das letzte halbe Jahrhundert so: Irgendwann im Sommer machte das Theater für sechs Wochen dicht und man wurde in die Freiheit von Probenplänen und Abenddiensten entlassen. Meine Tochter dachte lange, alle Eltern hätten im Sommer zusammen mit ihren Kindern die ganzen Schulferien frei. Sie kannte es nicht anders, denn meine beste Freundin war Lehrerin, bei der war es auch so.

Am Tag vor Ferienbeginn verschickte das Künstlerische Betriebsbüro den Tagesplan für den Tag nach den Ferien. Den zu lesen war immer ein kleiner Wermutstropfen in der Vorfreude. Tanzte man dann am ersten Tag nach den Ferien zum von diesem Tagesplan genannten Zeitpunkt wieder im Theater an, war es immer ein bißchen so, als wäre man eigentlich gar nicht weg gewesen, egal, was für schöne Dinge man in den vergangenen Wochen erlebt hatte.

Das wird der Moment sein, wo mein Rentnerboomen wirklich beginnt….dieser erste Tag nach den Ferien….denn diesmal werde ich da noch ausschlafen oder gerade meinen ersten Kaffee trinken, wenn die anderen die Motivationsansprache des, diesmal neuen, Intendanten genießen, die neuen Kollegen vorgestellt werden, langjährige Mitarbeiter Blumensträuße erhalten , der Bühnenboden kurzfristig frisch gestrichen erstrahlt und dann alle auf ihre Proben, in ihre Büros, in ihre Werkstätten verschwinden.

Ich werde froh sein, das weiß ich. Aber vielleicht werde ich auch ein kleines bißchen wehmütig sein, das weiß ich noch nicht.


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